GUB Kal. 64

 

Das Werk des Chronographen Kal. 64 ist im verkleinerten Maßstab baugleich mit dem Fliegerchronographen des Kal. 59 der Urofa (siehe Tutima Kal. 59).

 

Das Werk des Kal. 64 in der Größe von 12 1/2 Linien und mit 17 Steinen wurde 1954 konstruiert und ging 1955 in die Fertigung. Von dieser Uhr wurden ca. 12.500 Stück ausschließlich für zivile Zwecke gebaut. Die Meinung, dass diese Uhren zum größten Teil für die Flieger der NVA hergestellt wurden, ist völlig falsch. Es gab lediglich einen Auftrag der NVA für 80 Stück Chronographen mit verchromten Gehäuse mit schwarzem Zifferblatt. Diese 80 Gehäuse wurden, da hart verchromt, aus Frankreich importiert und sind heute die Rarität schlechthin. Zuweilen tauchen verchromte Gehäuse auf dem Markt auf, die jedoch meistens ursprünglich vergoldet waren und mehr recht als schlecht nachverchromt wurden.

 

Von dem Chronographen existieren 2 vergoldete Gehäusevarianten in einem kleinen und einem größeren Gehäuse. Die Zifferblätter sind im Durchmesser gleich. Lediglich die Werkringe unterscheiden sich in Dicke und Außendurchmesser. Die Drücker der Uhr sind verschraubt.

 

Die Werke wurden alle mit Stoßsicherung gebaut und sind mit 10.000 beginnend nummeriert. Die Werke wurden regliert nach den Bestimmungen des DAMG (Deutsches Amt für Maße und Gewichte) später ASMW (Amt für Standartisierung, Meßwesen und Warenprüfung) der DDR.

 

Gut erhaltene Chronographen des Kal. 64 sind zuweilen auf dem Markt zu Preisen über 1.000 € erhältlich. Ungetragene und makellose Uhren, wie das abgebildet Modell sind die absolute Rarität und nur ganz schwer zu bekommen. Selbst in großen Auktionshäusern wären ungetragene Uhren eine Seltenheit.